Forum
für Eigeninitiativen
zur Schaffung von Arbeitsplätzen
Arbeitslosigkeit
tritt in Meinungsumfragen als wichtigstes politisches Thema, die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit als wichtigste politische Aufgabe hervor. Die Zahl der Arbeitslosen
hat inzwischen eine Dimension erreicht, bei der es wohl niemanden mehr gibt, der nicht
entweder persönlich von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen ist oder der zumindest in
seinem sozialen Umfeld ganz konkret mit diesem Phänomen konfrontiert wird.
In dem Masse, wie sich die
Wirtschaft durch täglich neue, immer gigantischere Fusionen, durch massiven
Arbeitsplatzabbau und durch die Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer für den
globalen Wettbewerb rüstet, gehen die Steuereinnahmen, die Kaufkraft und damit
die Binnennachfrage drastisch zurück, explodieren zugleich die Kosten für die
Finanzierung der Arbeitslosigkeit. Kleine und mittlere Unternehmen mit wenig Eigenkapital
fallen den Umsatzrückgängen als erste zum Opfer, wie die Konkursstatistiken der letzten
Jahre in erschreckender Weise belegen.
Qualifizierte und
hochmotivierte Menschen mit langjähriger, volkswirtschaftlich wertvoller Berufserfahrung
werden in die Langzeitarbeitslosigkeit 'hineingezogen', nachdem das mittlere Management im
Rahmen des wirtschaftlichen Strukturwandels in bedeutendem Ausmass wegrationalisiert
wurde. Einerseits vernichtet die Wirtschaft also ihre Ressourcen an Fachwissen und
Berufserfahrung selbst, andererseits mehren sich die Klagen über das schlechte
Ausbildungsniveau der Schulabgänger. Die Etat-Kürzungen bei Forschung und Bildung
versprechen wenig Besserung für die Zukunft. Für viele Auszubildende stellt sich bereits
jetzt die Frage, ob sie überhaupt jemals Zutritt zum Erwerbsleben erhalten werden.
Die Politik ist angesichts
dieser Entwicklung völlig gelähmt. Die globalen Konzepte und Massnahmen zum Abbau der
Arbeitslosigkeit verschlingen Unsummen von Steuergeldern und versagen allesamt den
gewünschten Erfolg, ja selbst die Erfolgsaussichten sinken mit jedem weiteren
Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Längst ist das Reagieren an die Stelle des Agierens
getreten. Arbeitslosigkeit wird eher verwaltet als wirksam bekämpft,
permant leere Haushaltskassen infolge rückläufiger Steuereinnahmen und steigender Kosten
für die Finanzierung der Arbeitslosigkeit zwingen zu einem eisernen Sparkurs, weshalb
und das ist besonders absurd auch im Öffentlichen Dienst immer mehr
Arbeitsplätze abgebaut werden.
Weil niemand mehr überzeugt
ist, dass die Politik ihre wichtigste Aufgabe zu lösen vermag, wächst in der
Bevölkerung die Bereitschaft zu eigenem Engagement. Politikkonsum und Politikabstinenz
sind einem neuen politischen Bewusstsein, politischer Verantwortung, politischer
Handlungsbereitschaft und sogar der Bereitschaft zum Verzicht auf Geld und Privilegien
gewichen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen doch
dieses neue Potential wird noch nicht einmal ansatzweise genutzt...
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Das Forum
konstituiert sich als lokale, regionale, überregionale und internationale Plattform von
und für Menschen mit politischer Verantwortung und politischer Handlungsbereitschaft,
durch deren Zusammenarbeit und Koordinierung konkret Arbeitsplätze geschaffen werden
sollen. Das Forum initiiert und fördert zu diesem Zweck lokale
Initiativen. Erfolgreich abgeschlossene Initiativen sollen mit
dem zugehörigen Wissen sofort einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden, damit sie möglichst schnell an möglichst vielen Orten als Modell
übernommen und ebenfalls realisiert werden können. Auf diese Weise entsteht binnen
kurzer Zeit ein globales, hochdynamisches Netzwerk lokaler Initiativen,
das die in der Bevölkerung vorhandenen, immensen Potentiale an kreativen Ideen,
Verantwortungsbewusstsein, Handlungs- und Verzichtsbereitschaft aufgreift und nutzbar
macht, die bisher meist ungenutzt verpuffen. Die Koordination des Netzwerks über die
nationalen und sprachlichen Grenzen hinaus führt ihrerseits zu neuen Arbeitsplätzen auf
allen Niveaus, besonders spannend aber sind zweifellos die zu erwartenden neuen Typen
von Arbeitsplätzen, die sich aus bestehenden Nachfragen ergeben, für die es bis
heute kein adäquates Angebot gibt.
Das Forum masst sich
nicht an, den 'Stein der Weisen' zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit gefunden zu haben.
Es wird aber getragen von der Überzeugung, dass die Arbeitslosigkeit deutlich geringer
sein könnte, wenn alle gesellschaftlichen Kräfte in die Lösung der wichtigsten
politischen Aufgabe einbezogen und Steuergelder nicht in die Verwaltung der
Arbeitslosigkeit, sondern in die Schaffung neuer Arbeitsplätze investiert würden.
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Stellensuchende,
die flexibel und motiviert sind, sich lokal zu engagieren, um sich durch Eigeninitiative
im Rahmen des Forums einen neuen Arbeitsplatz zu schaffen, auf dem sie ihre
Fähigkeiten und ihre Berufserfahrungen voll zur Entfaltung bringen können, auch wenn
eine berufliche Umorientierung damit verbunden sein sollte. Auch Auszubildende
sollen in diesen Prozess einbezogen werden.
Engagierte Mitbürger,
die selbst keinen neuen Arbeitsplatz benötigen, aber im Rahmen einer konkreten Initiative
vor Ort Zeit und/oder Geld investieren, den Erfolg der Initiative mitherbeiführen und
hautnah miterleben möchten.
Unternehmer und
Entscheidungsträger in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), denen selbst die
Mittel zur Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes fehlen, die aber aufgrund ihres sozialen
Engagements und aufgrund ihrer politischen Verantwortung einen finanziellen Beitrag im
Rahmen ihrer Möglichkeiten leisten möchten. Sie bauen damit zugleich an einem neuen
sozialen Netzwerk, das vielleicht einmal auch ihren eigenen Mitarbeitern zugutekommt, wenn
Entlassungen nicht mehr zu vermeiden sein sollten.
Grossunternehmen,
die Fördermittel regional oder überregional in ein erfolgreiches, hochdynamisches und
auf die Schaffung von Arbeitsplätzen spezialisiertes Netzwerk lokaler Initiativen
investieren möchten, aus sozialer Verantwortung, doch auch aus der Erkenntnis, dass
Massnahmen zur Schaffung von Arbeitplätzen für Kaufkraft und Binnennachfrage sorgen, von
der sie mittelfristig selbst profitieren.
Entscheidungsträger
aus der Politik, die das Forum als einen mittel- und langfristig
wirksamen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erkennen und deshalb finanziell
unterstützen möchten. Ihnen gefällt die Idee, über das Forum Steuergelder
ohne aufwendige Bürokratie und hohe Verwaltungskostenanteile unmittelbar in die Schaffung
von Arbeitsplätzen zu investieren, die sich anschliessend selbst tragen.
Menschen mit Ideen,
die globales Denken mit Detaildenken verbinden und daher über eine Konstellation von
Fähigkeiten verfügen, die in unseren Gesellschaften rar geworden ist. Kreativität,
kombiniert mit dem Weitblick des Generalisten und der Detailgenauigkeit des Spezialisten,
ist gefordert, um die vielen Anregungen aus der Bevölkerung zur Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit aufzunehmen und in Richtung auf neue Berufsprofile und völlig neue
Lösungswege zu kanalisieren.
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4. Organisation
Das Forum kann
hinsichtlich seiner Organisationsform und Funktionsweise am besten mit dem Internet
verglichen werden. Es stellt ein Kommunikationsmedium auf der Basis eines offenen
Netzwerks miteinander verbundener Repräsentanzen dar, die unabhängig
voneinander lokal agieren und die Ergebnisse ihrer Initiativen einander zur Verfügung
stellen. Die Repräsentanzen des Forums werden in bestehende Firmen integriert,
deren Infrastruktur mitgenutzt werden kann. Lediglich die Verwaltung der Forums-Gelder
erfolgt über speziell einzurichtende Treuhandkonten, die mit den notwendigen
Kontrollmechanismen ausgestattet werden. In der Startphase besteht das Forum aus
den Repräsentanzen der beiden Initiatoren, Petra Buntenbach (Aachen) und
Armin Biermann (Bern) und erhält dadurch von Beginn an einen
internationalen Charakter. Die Initiatoren entscheiden über die Zulassung weiterer
Repräsentanzen, nehmen folglich im Forum gemeinsam die Rolle des Internet
Network Information Centers wahr, der obersten Instanz für die Vergabe von
Internet-Adressen.
Aufgrund der angedeuteten
Parallelen bietet es sich geradezu an, dass das Forum bereits in der Pilotphase
im Internet präsent ist, um seine Funktion als internes und externes
Kommunikationsmedium optimal zu erfüllen. Zu diesem Zweck wurden bereits die Adressen www.eigeninitiative.ch
und www.eigeninitiative.de reserviert. Die Web Sites sind insbesondere
auch als Anlaufstellen für Stellengesuche, für Stellenangebote und für die
Kontaktaufnahme seitens interessierter Förderer vorgesehen. In der Startphase setzt das Forum
Werbemassnahmen ein, z.B. werbewirksame Veranstaltungen, um möglichst viele Menschen zu
erreichen, die für eine Mitarbeit im Forum oder in konkreten Initiativen
interessant oder an einer solchen Mitarbeit interessiert sind. Ein enger Kontakt mit den
Medien ist ebenfalls vorgesehen.
Eine wissenschaftliche
Begleitung der Pilotphase wird angestrebt. Interessenten setzen sich mit Armin Biermann
direkt in Verbindung.
Das Forum tritt
nicht in Konkurrenz zu staatlichen Fördermassnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, sondern
strebt vielmehr eine enge, privilegierte und unbürokratische Zusammenarbeit mit den
entsprechenden Stellen an, insbesondere bei Aus- und Weiterbildungsmassnahmen.
Erste konkrete Initiativen
zur Schaffung von Arbeitsplätzen befinden sich personell und konzeptionell bereits in den
Startlöchern. Für die Anschubfinanzierung und für den Ausbau der Infrastruktur des Forums
werden vor Beginn der Pilotphase Fördermittel aus Politik und Wirtschaft sowie aus
privater Hand gesucht. Interessierte Förderer setzen sich bitte mit dem Initiator des
eigenen Landes in Verbindung und erhalten dort auch nähere Einzelheiten zum aktuellen
Stand der Entwicklung.
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